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Dieser Schrank ist in einem speziell angefertigten Gehäuse mit Schutzart IP42 bis IP65 untergebracht und integriert eine Antriebseinheit mit variabler Frequenz sowie die gesamte erforderliche Stromversorgungs- und Steuerungsinfrastruktur: Netzeingangstrennung, Leitungs- und Lastdrosseln zur Oberschwingungsminderung und Motorkabelschutz, Eingangssicherung oder Leistungsschalterschutz, je nach Bedarf ein dV/dt-Filter oder Sinusfilter am Ausgang sowie eine umfassende Motorschutzsuite. Die Nennleistungen reichen von 0,75 kW bis über 630 kW in den Standardspannungsklassen (380 V, 400 V, 480 V, 690 V). Der VFD selbst ist ein leistungsstarker Vektorsteuerungsantrieb, der das volle Drehmoment bei Nulldrehzahl liefert, mit automatischer Energieoptimierung und einem integrierten PID-Regler zur Druck-, Durchfluss- oder Temperaturregelung. Eine an der Tür montierte HMI-Tastatur oder ein Touchscreen bietet lokale Steuerung, Parameterzugriff und Diagnoseinformationen, während Modbus RTU/TCP-, Profibus-, Profinet- oder Ethernet/IP-Kommunikationsanschlüsse eine Fernüberwachung und Integration in anlagenweite Automatisierungssysteme ermöglichen. Eine manuelle Bypass-Option – mithilfe von Schützen oder einem integrierten Transferschalter – ermöglicht den Motorbetrieb direkt über die Netzversorgung, um die Prozesskontinuität während der Antriebswartung aufrechtzuerhalten. Umfangreiche Schutzfunktionen decken Kurzschluss, Überlast, Überspannung, Unterspannung, Phasenausfall, Erdschluss, Motorstillstand und Übertemperatur ab, wobei alle Auslöseereignisse zur Wartungsanalyse protokolliert werden.
Überall dort, wo motorbetriebene Geräte von Geschwindigkeitsregelung, Energieeffizienz und Sanftanlauf profitieren, bietet das VFD Control Panel eine komplette, vorgefertigte Antriebslösung für Industrie- und Infrastrukturanwendungen.
Kommunale Wasserversorgungs- und Kläranlagen betreiben große Pumpen mit im Laufe des Tages wechselndem Bedarf. Ein VFD-Steuerpult, das ein Bohrloch, eine Druckerhöhungspumpe oder eine Transferpumpe antreibt, moduliert die Motorgeschwindigkeit, um einen konstanten Wasserdruck oder -durchfluss aufrechtzuerhalten, ohne Ventile zu drosseln. Dies führt typischerweise zu Energieeinsparungen von 20 % bis 40 % im Vergleich zum Direktbetrieb mit fester Drehzahl. Die Sanftanlauffähigkeit eliminiert Wasserschläge in langen Rohrleitungen und reduziert die mechanische Belastung von Pumpenlaufrädern, Wellen und Kupplungen. Bei Abwasseranwendungen verhindert die automatische Rampe Überflutungen bei Spitzenzuflüssen bei nassem Wetter. Redundanzfähige Konfigurationen ermöglichen den Wechsel von Betriebs-/Standbypumpen.
Große Radial- und Axialventilatoren in Kraftwerken, Zementwerken, Bergwerken und Produktionsanlagen sind ideale VFD-Kandidaten. Der Schrank ermöglicht eine präzise Luftstromsteuerung für Verbrennungsluft, Abgas, Staubabsaugung oder Prozesskühlung ohne Drosselverluste durch Einlassflügel oder Klappen. Die VFD-Steuerung von Saugzug- und Zwangszugventilatoren in Kesseln und Öfen ermöglicht erhebliche Energieeinsparungen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung optimaler Luft-Brennstoff-Verhältnisse. Rauchabzugs- und Tunnellüftungsventilatoren profitieren von der Feuerwehr-Überbrückungsfunktion des Schranks, die einen direkten Online-Notfallbetrieb unabhängig vom VFD-Status ermöglicht.
Schrauben-, Kolben- und Zentrifugalkompressoren in industriellen Kühl-, Luftzerlegungs- und Prozessgasanwendungen arbeiten bei Teillast am effizientesten, wenn sie drehzahlgeregelt sind. Das VFD-Bedienfeld passt die Drehzahl des Kompressormotors an den variablen Kühl- oder Prozessbedarf an, sorgt für einen präzisen Ansaug- oder Auslassdruck und vermeidet gleichzeitig Energieverluste beim Be- und Entladen. Die integrierte PID-Steuerung mit Druckwandler-Rückmeldung sorgt für eine präzise Regelung und die Beschleunigungsrampensteuerung begrenzt den Anlaufstromstoß im elektrischen Anlagensystem.
Bergbauförderer, Zuschlagstoffbrecher und Schüttguthandhabungssysteme erfordern ein hohes Anlaufdrehmoment und eine kontrollierte Beschleunigung, um Banddurchrutschen, mechanische Stöße und Materialverschüttungen zu verhindern. Das VFD-Bedienfeld liefert das volle Drehmoment ab Nulldrehzahl mit programmierbaren Beschleunigungsrampen und schützt so Getriebe, Kupplungen und Riemenverbindungen. Bei Brecheranwendungen schützen die Strombegrenzungsfunktion und der Blockierschutz des VFD den Motor vor Überlastungen durch Materialstau.
Zentrale HVAC-Anlagen mit mehreren Kältemaschinen, Kühltürmen und Wasserumwälzpumpen nutzen es, um den Durchfluss je nach Gebäudelast zu modulieren. Sekundäre Kühlwasserpumpen, die auf den Differenzdruck reagieren, die Steuerung der Kühlturmgebläsegeschwindigkeit für eine optimale Kondensatorwassertemperatur und die Modulation der Kondensatorwasserpumpe profitieren alle von der schrankintegrierten VFD-Steuerung mit BMS-Konnektivität über BACnet oder Modbus.
Groß angelegte Zentralbewässerungs-, Tropf- und Flutbewässerungssysteme erfordern während der Vegetationsperiode variable Wasserabgaberaten. Über ein VFD-Panel an der Pumpstation kann der Bediener die Durchflussrate über ein einfaches Potentiometer, ein HMI oder ein Ferntelemetriesignal auswählen und so die Pumpenleistung genau an den Wasserbedarf der Ernte und die verfügbare Wasserzuteilung anpassen.
Der VFD-Schrank integriert einen Frequenzumrichter mit allen Energieverwaltungs-, Schutz- und Steuerungssubsystemen und bietet so eine komplette Motorstart- und Drehzahlregelungslösung in einem einzigen, vorab getesteten Gehäuse.
Die dreiphasige Eingangsversorgung wird an einen Haupttrennschalter oder Kompaktleistungsschalter angeschlossen, der für den Volllaststrom des Schranks plus Antriebsverluste ausgelegt ist. Die Eingangssicherung bietet Halbleiterschutz (aR) für die Gleichrichterstufe des VFD, wobei die I²t-Koordination das Auslösen der Sicherung vor Diodenschäden bei internen Fehlern gewährleistet. Eine Netzdrossel oder Zwischenkreisdrossel ist standardmäßig enthalten, um die harmonische Eingangsstromverzerrung zu reduzieren und die DC-Bus-Kondensatoren des Antriebs vor Spannungsspitzen auf der Versorgungsseite zu schützen. Für Installationen mit erheblichen harmonischen Hintergrundverzerrungen oder anspruchsvollen Anforderungen an den Netzanschluss kann optional ein passiver Oberschwingungsfilter oder ein aktiver Front-End-Gleichrichter eingesetzt werden.
Das Herzstück des Schranks ist ein leistungsstarker Vektorsteuerungs-VFD mit IGBT-Leistungsmodulen der sechsten Generation und einem Hochgeschwindigkeits-DSP- oder FPGA-Steuerungskern. Es stehen Vektorsteuerungsmodi mit offenem und geschlossenem Regelkreis zur Verfügung – offener Regelkreis für Standardpumpen- und Lüfterbetrieb, geschlossener Regelkreis mit Encoder-Feedback für Anwendungen mit hohem Drehmoment und niedriger Geschwindigkeit wie Extruder oder Hebezeuge. Der Antrieb gibt eine pulsweitenmodulierte Wellenform mit automatisch optimierter Schaltfrequenz aus, die zwischen Motorgeräuschen und Antriebsverlusten ausgeglichen ist. Zu den wichtigsten Antriebsfunktionen gehören:
● Automatische Drehmomentverstärkung und Schlupfkompensation für stabilen Betrieb bei niedriger Drehzahl
● Fliegender Start, um einen auslaufenden Motor aufzufangen, ohne auszulösen
● Programmierbare Sprungfrequenzen zur Vermeidung mechanischer Resonanzen
● Integrierter PID-Regler mit Sollwertrampe, Sleep/Wake-Logik und Zweikanal-Feedback für Pumpenstufenanwendungen
Abhängig vom Kabelabstand zwischen Schrank und Motor ist eine Ausgangsfilterung enthalten:
dV/dt-Filter: Begrenzt die Spannungsanstiegszeit und die Spitzenspannung an den Motorklemmen für Kabelstrecken bis zu ca. 100–150 m
Sinusfilter: Bietet eine nahezu sinusförmige Wellenform für Kabelstrecken über 150 m und für Tauchpumpenanwendungen, bei denen die Motorwicklungsisolierung empfindlich auf Spannungsbelastung reagiert
Bei Bedarf sind Ausgangsschütze für die Auswahl des Betriebs-/Standby-Motors integriert. Motorschutzfunktionen – thermische Überlastung, Phasenverlust, Stromunsymmetrie, Blockiererkennung, Unterlast (Trockenlauf) und Erdschluss – laufen kontinuierlich in der Software des Antriebs und werden bei Bedarf durch externe Überlastrelais ergänzt.
Ein manueller Bypass-Schaltkreis – bestehend aus Leistungsschützen oder einem mechanisch verriegelten Übertragungsschalter – ermöglicht den Betrieb des Motors direkt über die Netzversorgung, während der Frequenzumrichter für Wartungszwecke isoliert ist. Der Bypass ist für den lastfreien Transfer ausgelegt: Der Motor muss gestoppt werden, bevor zwischen VFD- und Bypass-Modus umgeschaltet werden kann. Die integrierte elektrische und mechanische Verriegelung verhindert eine unbeabsichtigte Rückspeisung des Netzstroms in die Ausgangsklemmen des Antriebs, die zu katastrophalen Schäden führen würde. Eine optionale automatische Bypass-Konfiguration nutzt ein programmierbares Logikrelais oder eine kleine SPS, um den nahtlosen Übergang vom Antrieb zum Netz bei VFD-Auslösung zu verwalten und so die Prozesskontinuität in kritischen Anwendungen aufrechtzuerhalten.
Für Anwendungen, bei denen sich mehrere Motoren einen einzigen Antrieb teilen müssen (Sequenzbetrieb), verfügt der Schrank über Ausgangsschütze pro Motor mit SPS-basierter Sequenzierungslogik. Für Anwendungen mit mehreren Motoren, die eine synchronisierte Geschwindigkeit erfordern – wie z. B. Doppelförderer oder luftgekühlte Kondensatoren mit mehreren Lüftern – werden einzelne Ausgangswechselrichter von einem gemeinsamen DC-Bus angetrieben oder über eine Hochgeschwindigkeitskommunikation zwischen den Antrieben mit Master/Slave-Geschwindigkeits- und Drehmomentsteuerung synchronisiert.
Die an der Tür montierte Bedienerschnittstelle bietet lokalen Start/Stopp, Geschwindigkeitsreferenz (über Potentiometer oder Tastatureingabe), Modusauswahl (VFD/Bypass/Aus) und Systemstatusanzeige. Für komplexe Mehrmotoren- oder Prozessschleifenanwendungen steht ein grafischer HMI-Touchscreen zur Verfügung, der Betriebsparameter, Trenddaten, Alarmprotokolle und Energieverbrauchsmetriken in Echtzeit anzeigt.
Kommunikationsanschlüsse unterstützen alle wichtigen Industrieprotokolle: Modbus RTU (RS485), Modbus TCP, Profibus DP, Profinet, Ethernet/IP und BACnet. Der Antrieb stellt einen umfassenden Datensatz – Geschwindigkeit, Strom, Drehmoment, Leistung, DC-Busspannung, Temperatur, Betriebsstunden und Energieverbrauch – dem überwachenden SCADA, DCS oder BMS zur Verfügung. Ferngesteuerte Start-/Stopp- und Geschwindigkeitsreferenzbefehle werden akzeptiert, mit Heartbeat-Timeouts und konfigurierbaren Fallback-Strategien bei Kommunikationsverlust.
Der Standschrank ist aus 1,5 mm bis 2,0 mm starkem verzinktem oder rostfreiem Stahlblech gefertigt, durchgehend verschweißt und pulverbeschichtet. Schutzarten von IP42 bis IP65 passen sich den örtlichen Gegebenheiten an:
● IP42/IP43: elektrische Innenräume und Motorkontrollzentren
● IP54/IP55: Staubanfällige Industrieumgebungen, Pumpstationen und halbexponierte Standorte
● IP65: Außeninstallation mit Regen- und Staubeinwirkung
Das Wärmemanagement nutzt eine berechnete Kombination aus natürlicher Konvektion, gefilterter Zwangsbelüftung mit temperaturgesteuerten Ventilatoren und, bei Installationen mit hoher Leistung oder hoher Umgebungstemperatur, Luft-Luft-Wärmetauscher oder Klimaanlagen. Der interne Temperaturanstieg des Schranks wird durch Berechnung anhand der maximalen Betriebstemperatur des VFD-Herstellers überprüft, typischerweise 40 °C bis 50 °C Umgebungstemperatur, abhängig von der Leistungsreduzierung.
Jeder VFD-Schrank wird einem definierten Werksabnahmetest unterzogen: Stromkreiskontinuität und Isolationswiderstand, Hochladen der VFD-Parameter und Überprüfung anhand des genehmigten Parameterplans, Punkt-zu-Punkt-Steuerung der Verkabelung, Funktionssimulation von Start/Stopp, Geschwindigkeitssteuerung, Bypass-Übertragung (sofern vorhanden) und Überprüfung der Sicherheitsverriegelung. Es wird eine vollständige FAT-Dokumentation bereitgestellt. Der Schrank ist gemäß IEC 61439-1/2 konzipiert und gebaut, wobei alle Komponenten CE-gekennzeichnet sind und bei Bedarf eine UL-Zertifizierung verfügbar sind.
F1: Was ist der Unterschied zwischen dem Kauf eines VFD und eines VFD-Bedienfelds?
Ein eigenständiger Frequenzumrichter erfordert zusätzliche Komponenten für eine vollständige Installation: einen vorgeschalteten Leistungsschalter oder Sicherungen, Netz- und Lastdrosseln, Ausgangsfilter für lange Kabelwege, einen Bypass-Schaltkreis, wenn Prozesskontinuität während des Antriebsbetriebs erforderlich ist, und ein Gehäuse mit Wärmemanagement. Das VFD-Bedienfeld integriert all dies – vorgefertigt, vorverdrahtet und vorgetestet – in einer einzigen Baugruppe. Dies eliminiert Design-Unklarheiten vor Ort, verkürzt die Installationszeit und bietet einen einzigen Garantiepunkt für das gesamte Motorantriebssystem.
F2: Welche Nennleistungen und Spannungen sind verfügbar?
Standardkonfigurationen decken 0,75 kW bis 630 kW bei dreiphasigen 380-V-, 400-V-, 480-V- und 690-V-Stromversorgungen ab. Höhere Leistungen sind auf Anfrage erhältlich. Jeder Schrank ist für die von Ihnen angegebenen spezifischen Motortypenschilddaten gebaut – Leistung, Spannung, Volllaststrom und Einschaltdauer.
F3: Wie weit darf das Motorkabel zwischen Schrank und Motor verlaufen?
Die Beschränkungen der Kabellänge hängen von der installierten Ausgangsfilterung ab. Ohne Filterung begrenzt der VFD-Hersteller die Kabellänge normalerweise auf 50 m. Ein dV/dt-Filter erweitert dies auf ca. 150 m. Ein Sinusfilter ermöglicht Kabelstrecken über 300 m und wird dringend für Tauchpumpen und -motoren mit unbekannter oder veralteter Wicklungsisolierung empfohlen. Basierend auf Ihren Installationsdaten wählen wir den passenden Ausgabefilter aus.
F4: Kann der Schrank mehrere Motoren steuern?
Ja, in mehreren Konfigurationen: sequentieller Betrieb (ein VFD, mehrere Motoren, jeweils nur einer läuft mit Ausgangsschützen, die den aktiven Motor auswählen), synchroner Mehrmotorbetrieb (mehrere VFDs in einem Schrank teilen sich einen DC-Bus oder kommunizieren zur Master-/Slave-Geschwindigkeitsanpassung) oder unabhängige Steuerung (mehrere unabhängige VFDs in einem größeren Schrank). Teilen Sie uns Ihre Anwendung mit und wir entwickeln die richtige Topologie.
F5: Wie lässt sich das VFD-Bedienfeld in das SCADA- oder DCS-System meiner Anlage integrieren?
Der Kommunikationsport des VFD – Modbus RTU, Modbus TCP, Profibus, Profinet, Ethernet/IP oder BACnet – stellt eine direkte Verbindung zu Ihrem Überwachungssystem her. Alle Betriebsdaten, Alarme und Diagnosen sind verfügbar. Es wird eine bidirektionale Steuerung (Fernstart/-stopp, Geschwindigkeitsreferenz) mit konfigurierbarem Verhalten bei Kommunikationsverlust unterstützt, um einen sicheren Betrieb bei Netzwerkausfall zu gewährleisten.
F7: Welche Wartung erfordert der Schrank?
Die routinemäßige Wartung ist unkompliziert: halbjährliche Reinigung oder Austausch der Lüftungsfilter, jährliche thermografische Inspektion der Stromanschlüsse und jährliche Funktionsprüfung des Bypass-Schaltkreises und der Sicherheitsverriegelungen. Der VFD selbst hat eine bestimmte Lebensdauer seiner Zwischenkreiskondensatoren und Kühlventilatoren – typischerweise 5 bis 10 Jahre, abhängig von den Betriebsbedingungen – und es handelt sich dabei um austauschbare Komponenten. Die vollständigen Wartungspläne sind in der Bedienungsanleitung dokumentiert.
F8: Kann der Schrank in einer staubigen oder hohen Temperaturumgebung betrieben werden?
Ja. Die Schutzart des Gehäuses und die Wärmemanagementstrategie werden basierend auf den Bedingungen Ihres Standorts ausgewählt. Für staubige Umgebungen ist IP55 oder IP65 mit Feinfilter-Ansaugfiltern spezifiziert. Bei Umgebungstemperaturen über 40 °C sorgen VFD-Derating, Schrankklimatisierung oder Luft-Wasser-Wärmetauscher für sichere Innenbedingungen. Wir bewerten Ihre Standortdaten während der Planungsphase und schlagen die entsprechende Umgebungssicherung vor.
Ein regionales Wasserversorgungsunternehmen – Modernisierungsprogramm für Pumpstationen
Ein regionaler Wasserversorger in Südamerika betrieb über 60 Bohrloch- und Druckerhöhungspumpenstationen in seinem Verteilungsnetz und versorgte eine Bevölkerung von etwa zwei Millionen Menschen. Viele Pumpstationen waren Jahrzehnte alt und verwendeten Direktstarter mit fester Drehzahl und Drosselventilen zur Durchflussregelung. Der Energieversorger war mit steigenden Energiekosten, häufigen Pumpen- und Rohrleitungsausfällen aufgrund von Wasserschlägen und mechanischer Beanspruchung sowie zunehmenden Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen für veraltete Steuerungshardware konfrontiert.
Der Energieversorger entschied sich für die Modernisierung seiner Pumpstationen mit VFD-Steuerung in einem schrittweisen Programm, das zunächst auf die 20 größten Stationen abzielte. Jede Station wies ein ähnliches Profil auf: zwei bis vier Betriebs-/Standby-Pumpensätze (45 kW bis 200 kW), lange Motorkabelstrecken (oft mehr als 150 m zu Tauchbohrlochpumpen), staubige, halb im Freien gelegene Umgebungen an abgelegenen Standorten und begrenzte elektrische Unterstützung vor Ort für komplexe Systemwartungen.
● Die VFD-Lösung musste lange Kabelwege zu Tauchpumpen bewältigen, ohne die Isolierung der Motorwicklungen zu beeinträchtigen
● Ein manueller Bypass war zwingend erforderlich, um die Wasserversorgung während der VFD-Wartung aufrechtzuerhalten, da viele Stationen nicht über eine redundante Reservepumpe verfügten
● Fernüberwachungsfunktionen waren unerlässlich, um kostspielige Besuche vor Ort zu reduzieren
● Die Elektroinstallation musste von örtlichen Auftragnehmern mit minimaler Erfahrung in der VFD-Inbetriebnahme durchgeführt werden
Nach der Evaluierung sowohl komponentenbasierter VFD-Nachrüstungen als auch integrierter VFD-Steuertafeln entschied sich der Energieversorger für den Schrankansatz. Die Vorteile lagen klar auf der Hand:
● Jeder Schrank wurde werkseitig mit Ausgangssinusfiltern ausgestattet, die auf die spezifische Kabellänge und den Motorisolationstyp abgestimmt sind, wodurch jegliches Risiko einer Beschädigung der Motorwicklung durch reflektierte Wellenspannungsspitzen ausgeschlossen wird
● Der integrierte manuelle Bypass-Schaltkreis, vorverdrahtet und getestet, gab dem Energieversorger die Gewissheit, dass die Wasserversorgung während eines VFD-Serviceereignisses aufrechterhalten werden konnte
● Das an der Tür montierte HMI und der vollständig parametrisierte VFD wurden werkseitig mit den Pumpenkurvendaten, den PID-Druckregelungseinstellungen und den standardmäßigen Schutzschwellenwerten des Versorgungsunternehmens geladen – so konnten örtliche Auftragnehmer jeden Schrank durch einfaches Anschließen der Netzversorgung, des Pumpenmotors und des Druckwandlers in Betrieb nehmen
● GPRS/4G-Fernüberwachungsmodule in jedem Schrank übermittelten Betriebsdaten – Durchfluss, Druck, Energieverbrauch, Betriebsstunden, Alarmstatus – direkt an die zentrale SCADA-Plattform des Versorgungsunternehmens
Die IP55-zertifizierten Gehäuse mit Feinfiltereinlässen und Sonnenschutzdächern eigneten sich für die staubigen, exponierten Pumpstationsumgebungen
Es wurden zwanzig VFD-Schränke (45 kW bis 200 kW) hergestellt, jeder mit einem Ausgangssinusfilter, manuellem Bypass, IP55-Gehäuse, GPRS-Ferntelemetrie und vorkonfigurierter PID-Druckregelung. Die Schränke wurden als komplette, werksgeprüfte Einheiten geliefert. Örtliche Elektroinstallateure installierten und nahmen die Schränke im Laufe eines 10-monatigen Programms nacheinander auf. Für die ersten drei Stationen leisteten die Ingenieure des Herstellers per Videoverbindung Unterstützung bei der Ferninbetriebnahme; Nachfolgende Stationen wurden von den lokalen Teams anhand der standardisierten Dokumentation selbstständig in Betrieb genommen.
Der Energieverbrauch der 20 modernisierten Stationen wurde im Vergleich zum vorherigen Drosselventilbetrieb um durchschnittlich 32 % gesenkt, da die VFDs die Pumpengeschwindigkeit genau an den Systembedarf anpassen.
Die Wartungskosten für Pumpen und Rohrleitungen sanken erheblich: Wasserschläge wurden vermieden und die Lebensdauer von Pumpenlagern und Dichtungen wurde durch Sanftanlauf erhöht.
An 20 Stationen mit Kabellängen von bis zu 250 m kam es zu keinem einzigen Motorisolationsfehler, was die Sinusfilterspezifikation bestätigt.
Das zentrale Betriebsteam des Versorgungsunternehmens überwacht jetzt alle 20 Stationen über ein einziges SCADA-Dashboard und erhält automatische SMS-Alarme für jede Pumpenauslösung oder Druckabweichung – wodurch reaktive Besuche vor Ort um über 60 % reduziert werden.
Der Erfolg der ersten Phase hat das Versorgungsunternehmen dazu veranlasst, das Programm auf die verbleibenden 40 Pumpstationen auszudehnen, die gleiche VFD-Schrankspezifikation als Standard zu verwenden und eine einheitliche Wartungsschulung und einen einheitlichen Ersatzteilbestand im gesamten Netzwerk zu ermöglichen.
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Nr. 3788, Liujiang Road, Stadt Liushi, Stadt Yueqing, Stadt Wenzhou, Provinz Zhejiang, China
Tel
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